In der stürmischen See der Artikelflut im Web sind einige Apps mein sicherer Hafen: Favorit und einen Platz ganz oben links auf meinem iPad hat schon lange das Flipboard. Aus Tweets oder Facebook-Postings, Uploads und Links meiner Freunde und Follower generiert dieses kostenlose Tool ein attraktives und geordnetes „Social Web Magazine“ – inklusive Fotos, Videos und Teaser statt trister Linklisten.

(Quelle: zite.com)
Kürzlich hat eine weitere Applikation meine Neugier geweckt: Zite. Die Funktionsweise unterscheidet sich erheblich vom Flipboard. Das Tool hat den Anspruch eines „lernenden Magazins“, das sich durch meine Lesegewohnheiten selbst optimiert:
- Nach der Installation verknüpfe ich das Tool mit meinem Twitter- oder auch Google Reader-Account – hieraus schöpft Zite erste Hinweise auf Themen, die mich besonders interessieren. Ein starkes Feature ist die zusätzliche Einbindung von Diensten wie Instapaper oder ReadItLater (Web-Beiträge markieren, clustern und zu einem späteren Zeitpunkt lesen).
- Im zweiten Schritt kann ich aus vorgegebenen Kategorien wie „Finance“, „Social Media“ oder auch „Sports“ meine Favoriten küren. Gegebenenfalls ergänze ich mein Profil um weitere Suchworte, zum Beispiel „Public Relations“.
- Aus diesem „Pool“ baut mir Zite mein personalisiertes Magazin, indem es im Netz nach entsprechenden Artikeln sucht, diese kategorisiert und mit Fotos und Teaser zum Weiterlesen anbietet.
- Durch Artikelaufrufe und simple Bewertungen (Thumbs up/down) lernt das Tool, welche Themen mich interessieren – und verfeinert sukzessive die Suche bzw. die Artikelauswahl.
Ich werde die App die nächsten Wochen weiter intensiv nutzen und testen. Schnell erkennbarer Nachteil: Der Fokus liegt auf englischsprachigen Quellen bzw. US-Medien. Zudem befürchte ich, dass sich die Vorschläge von Zite zu sehr „verengen“ und monothematisch werden. Aber ich werde jetzt einfach mal schauen, wie gut der Algorithmus tatsächlich zu meinen Lesegewohnheiten passt…
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Oliver Chaudhuri
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