Die Crux mit der Strategie

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Strategie ist wichtig, klar. Jeder hat sie, jeder handelt danach. Doch schaut man etwas genauer hin, sieht die Sache schon ganz anders aus. Das ist zumindest das Ergebnis des Trendmonitors Interne Kommunikation 2011 der scm – school for communication and management in Kooperation mit der Deutschen Public Relations Gesellschaft(DPRG) und dem prmagazin.

Lars Dörfel, Geschäftsführer, präsentierte die wesentlichen Ergebnisse der Studie beim Treffen des DPRG-Arbeitskreises Interne Kommunkation im November in Berlin. Demnach gaben 56 Prozent der befragten Kommunikationsmanager an, ihren Medieneinsatz strategisch zu wählen. Doch nur 41 Prozent haben auch ein schriftliches Konzept für die interne Kommunikation. Noch weniger dürften sich bei diesem schriftlichen Konzept an den Unternehmenszielen orientiert haben. Ziele und Maßnahmen gehen also aneinander vorbei.

Noch deutlicher machte das eine Fallstudie der Autorin Ulrike Führmann. Da kommen Abteilungsleiter zu den internen Kommunikationsmanagern mit der Bitte um eine Posterkampagne für das betriebliche Vorschlagswesen. Das ist vorausgedacht und gut gemeint. Aber: Ist eine Kampagne wirklich das beste Mittel, um für Einreichungen zu werben? Nein, macht Ulrike Führmann deutlich. Am Anfang jeder Maßnahme muss eine sorgfältige Analyse stehen: Welche Voraussetzungen gibt es, und was ist das Ziel? Nur dann kann interne Kommunikation ihre volle Wirkung entfalten.

Bei allen Diskussionen um Maßnahmen von Blog bis Wiki – die ihre Berechtigung haben – lohnt sich also ein Blick auf das Wesentliche hinter der operativen Fassade. Oft verstricken sich Kommunikationsmanager im Denken in Medien. Dabei kann wirkungsvolle Kommunikation manchmal einfach sein. Nicht die Werkszeitung oder das Intranet gilt es zu füllen. Sondern es geht darum, Mitarbeiter für das Unternehmen zu gewinnen und die Botschaften des Managements zu vermitteln. Und genau dabei hilft ein strategischer Masterplan.

Eva Fuhlrott
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Jesus hat die aktivsten Facebook-Fans

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Soziale Medien haben mittlerweile in allen Teilen unseres Lebens Einzug gehalten. Das ist nicht neu. Religion hatte ich persönlich dabei allerdings noch nicht auf der Rechnung. Dennoch: Jesus hat die aktivsten Fans auf Facebook. Auf der Seite “Jesus Daily” klicken seit acht Monaten mehr Menschen den “Gefällt mir”-Button, als auf allen anderen Facebook-Seiten in den USA, so berichtet “Die Welt“. Insgesamt  steht der Zählerstand bei mittlerweile 10.408.531 Menschen, denen die Seite gefällt.

Gegründet hat die “Jesus Daily” Aaron Tabor, Sohn eines Predigers und Arzt in North Carolina.  Er postet regelmäßig symbolische Fotos und fordert die Jesus-Fans auf “Gefällt mir” zu klicken, wenn sie zum Beispiel auch der Meinung sind, dass Jesus sie liebt, ihre Sünden vergibt oder wenn sie einfach nur sagen wollen: “Jesus, ich liebe dich.” Und es funktioniert. Die Leute kommentieren, klicken “Gefällt mir” und teilen die Beiträge zu Tausenden.

Es scheint, dass besonders in den USA religiöse soziale Netzwerke einen Aufwind erfahren. “Die Welt” sprach beispielsweise mit Gary Laderman, Theologieprofessor an der Emory University in Atlanta. Er ist der Meinung, dass der Trend viel zu tun habe “mit der Begeisterung der Amerikaner für Religion und religiöse Gemeinschaften, die tief in der Geschichte und Kultur des Landes verwurzelt” sei. Selbst der Papst sieht eine große Chance in den sozialen Medien. Er hat seine eigene Facebook-Seite und twittert sogar.

Es gibt aber auch kritische Stimmen, die fragen, ob nun soziale Medien die Kirchen verdrängen könnten. Dabei sollte die Frage doch eher lauten: “Wie können wir diesen Trend zu unserem Vorteil nutzen?”

Sandra Hackurtz
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Das virtuelle Bücherregal

Ein gefülltes und gut sortiertes Bücherregal in seinem Wohnzimmer zu haben ist für viele Leseratten sehr wichtig. Es zeigt den Bekannten und Freunden, die interessiert über die Buchrücken schauen, schnell welche Interessen und Hobbies man pflegt, oder welche Romane man gerne liest.

Ich bin selbst ein großer Fan von e-Books und alle Neuanschaffungen, sei es eine Zeitung, ein Magazin, oder ein Buch bestelle ich vorzugsweise in elektronischer Version. Es muss doch eine Möglichkeit geben ein elektronisches Bücherregal zu erstellen. Gibt es! Shelfari heißt der Onlinedienst. Online-Shopping-Gigant Amazon hat diesen Anbieter übernommen und so muss ich mich zunächst mit meinem Amazon-Account anmelden. Über die umfassende Datenbank lassen sich alle gewünschten Buchtitel mit großem Cover schnell hinzufügen. Den Link zu meinem virtuellen Bücherregal kann ich jetzt mit der Welt teilen.

Shelfari: Bücherregal online mit Freunden teilen.

Quelle: Shelfari.com - Bücherregal online

Über die Kategorien „I’ve read“, „Reading now“ und „I plan to read“ sortiere ich vorhandene Bücher ein und die, die ich in Zukunft gerne noch lesen möchte. Ein Blog-Widget für mein Regal ist schnell eingerichtet und das Teilen des Links über Social Media Platformen ist integriert. Durch die Verknüpfung meines virtuellen Bücherregals mit dem von Freunden lassen Kommentare und neue persönliche Empfehlungen nicht lange auf sich warten. Eigentlich so wie früher – nur eben online.

Ansgar Harmeier
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JP│KOM HEALTHCARE und Büro Berlin: Kriegen wir das alles hin?!

JP│KOM erweitert sein Angebot und gründet den Bereich JP│KOM HEALTHCARE. Dafür wird auch noch gleich ein Büro in Berlin eröffnet, geleitet von dem Healthcare-Experten Hubert Kümper. Verliert JP│KOM sein klares Profil? Kann eine Agentur mit 32 Mitarbeitern in 6 Leistungsfeldern – Kommunikationsmanagement, JP│KOM Healthcare, Unternehmenskommunikation, Finanzkommunikation, Fachkommunikation/B2B und Mitarbeiter-/Veränderungskommunikation – Top-Leistungen erbringen?

Weltzeituhr und Alex

Oktober 2011: JP|KOM eröffnet Büro in Berlin

Keine Angst, bei JP│KOM passt weiterhin alles zusammen. Das zeigen aktuelle Erfolge im Wettbewerb mit führenden Agenturen und die Arbeit für mehrere DAX-Unternehmen und internationale Branchenführer. Vor allem aber wird alles durch eine Idee bewegt: Es geht um integrierte strategische Kommunikation, wie sie derzeit nur wenige Agenturen in Deutschland tatsächlich beherrschen. Dafür haben wir in den letzten Jahren ein Toolset entwickelt, das für alle Kommunikationsaufgaben anwendbar ist. Und die Mannschaft ist besser aufgestellt als je zuvor – wir können für jedes Projekt gruppenübergreifend das beste Spezialistenteam zusammenstellen.

Wir sind überzeugt, dass die Gesundheitskommunikation in Deutschland ein neues Angebot braucht, um die immer komplexeren Herausforderungen zu meistern. Ein Angebot, das strategische Kompetenz und fachliches Know-how verbindet. Schwierige Kommunikationsaufgaben zu lösen und damit für Unternehmen Antworten zu geben auf schwierige Herausforderungen: Das ist der genetische Code von JP│KOM. Damit erschließen wir erfolgreich neue Märkte und werden für unsere Kunden immer leistungsfähiger. Ein Partner auf Augenhöhe. Mit Kommunikation, die wirkt!  

(Hier geht es zur News-Service Sonderausgabe “Healthcare”.)

Jörg Pfannenberg
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CEOs und Kommunikation – eine Bestandsaufnahme

PR-Koryphäe James E. Grunig lehrte uns, dass Kommunikation nur dann wirklich erfolgreich betrieben werden kann, wenn sie von der Unternehmensführung als wertschöpfende Funktion verstanden wird. Die direkte Anbindung an das Top-Management und bestenfalls an den CEO sollte demnach logische Quintessenz sein. Das war vor 20 Jahren …

Heutzutage reicht die reine Anbindung nicht mehr aus. Der CEO ist mittlerweile selbst der oberste Kommunikator. Die kommunikative Agenda ist somit integraler Bestandteil der unternehmerischen Agenda geworden – zumindest wenn man Deutschlands Top-Kommunikationsverantwortliche befragt.

Conference

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Wie aber wird Kommunikation aus der Sicht von Vorstandsvorsitzenden wahrgenommen? Die Personalberatungsgesellschaft Egon Zehnder International und die Universität St. Gallen sind dieser Frage mit der Studie „Kommunikation aus Sicht von Vorstandsvorsitzenden: eine unterschätzte Herausforderung?“ erstmals nachgegangen. Elf CEOs aus den 40 größten Unternehmen Deutschlands beteiligten sich an der Studie. Die Ergebnisse sind durchaus interessant:

  • Vorstandsvorsitzende messen der Kommunikation große Bedeutung bei: Sie ist Teil der Strategie, wichtige Managementdisziplin und Kernelement der Unternehmensführung geworden.
  • Bis zu 50 Prozent ihrer Zeit verbringen CEOs mittlerweile mit Kommunikationsaufgaben, deren Anforderungen sie als überraschend hoch erleben – nicht nur zeitlich, sondern auch hinsichtlich der Komplexität der Themen und des Interesses an ihrer Person.
  • Die Unternehmenslenker fühlen sich nicht systematisch und ausreichend genug vorbereitet, um diesen gestiegenen Kommunikationsanforderungen gerecht zu werden. Sie wünschen sich Entlastung durch ihren Kommunikationschef.
  • Neben einem engen Vertrauensverhältnis stellen Vorstandsvorsitzende hohe Anforderungen an die strategische Kompetenz und das generelle Geschäftsverständnis ihres Kommunikationsverantwortlichen bzw. „Alter Egos“.
  • Vorstandsvorsitzende befürchten, dass sich die Unternehmensführung zu einer reinen ad-hoc Kommunikationsaufgabe wandeln könnte. Ein gestiegenes Kommunikationstempo und hohe Transparenz-Anforderungen an Unternehmen durch die mediale Öffentlichkeit schüren Erwartungshaltung. Davor gelte es, mit Hilfe ihres Kommunikationschefs, zu schützen.
  • Dennoch wollen sich CEOs persönlich am gesellschaftlichen Dialog beteiligen – vorzugsweise zu Themen, die für das jeweils eigene Unternehmen relevant sind.

Peter B. Záboji, ehemaliger CEO des französischen Telekommunikationsdienstleisters Tenovis und Professor für Entrepreneurship an der INSEAD, spricht aus eigener Erfahrung: „Wenn wir fordern, dass Mitarbeiter in einem modernen Unternehmen eigenverantwortlich ihren Beitrag für das Ganze leisten, dann ist die Kommunikation des Ganzen die eigentliche Aufgabe des Top-Managements.“ Dieser „Gruß aus Frankreich“ scheint bei dem Großteil der deutschen Top-Entscheider mittlerweile angekommen zu sein.

Die gesamte Studie finden Sie hier.

Tim Thomas
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PR-Karriere: Dem Patentrezept auf der Spur

Ist PR-Karriere planbar oder Glückssache? Wie Young Professionals ihrer Karriere auf die Sprünge helfen, diskutierten die Teilnehmer der Frankfurter networking nite am vergangenen Mittwoch bei JP│KOM. „Glück gehört auch dazu“, gab Referent Tino Fritsch von SGL Carbon zu. „Aber Sie können die richtigen Voraussetzungen schaffen.“ Welche das sind, da klaffen die Erwartungen von Arbeitgebern und Berufseinsteigern auseinander. Das zeigte das Karrierebarometer vom PR Career Center, das Philip Müller vorstellte.


Frankfurter networking nite, November 2011 Frankfurter networking nite, November 2011

networking nite Frankfurt zum Thema ''PR-Karriere: Worauf legen Personalentscheider Wert?''
(v.l.n.r. Tino Fritsch, SGL Carbon, Julia Piaseczny, Orga-Team networking nite, Philip Müller, PR Career Center)

Was müssen PR-Einsteiger also mitbringen? „Teamfähigkeit, Lernbereitschaft, Flexibilität“, vermuten Young Professionals laut Karrierebarometer. Da staunte nicht nur Fritsch. Als Personalentscheider fehlten ihm in der Liste zentrale Fähigkeiten wie interkulturelles Verständnis und unternehmerisches Denken – der Blick für den eigenen Beitrag zum Unternehmenserfolg. Wenn alle den gleichen Lebenslauf haben, werden Uniabschluss und Auslandsaufenthalt zu bloßen Hygienefaktoren. Für Fritsch muss ein Bewerber netzwerken können und sich komplexe Themen schnell erarbeiten. Agenturerfahrung sei dafür eine gute Ausgangsposition. Letztlich entscheide bei ihm aber das Bauchgefühl. Also doch Glückssache?

Die Lebensläufe der Referenten – vom Azubi zum Konzernpressesprecher (Fritsch) und vom Trainee zum Agentur-Geschäftsführer (Müller) – zeigen, dass zur PR-Karriere mehr gehört als Glück und Fachwissen: Der Mut, Weichen zu stellen, der Biss, sich für den eingeschlagenen Weg einzusetzen, und die Weitsicht, sein Handeln immer wieder auf die Unternehmensziele auszurichten.

Weitere Fotos von der Frankfurter networking nite gibt es auf der Facebook-Seite von JP│KOM.

Anne Tessmer
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Google+: Bin ich schon drin?

“Wir sind ja noch nicht ‘mal auf Facebook – verpassen wir jetzt etwa auch auf Google+ den Anschluss..?” Bleich war der Kollege aus der Kommunikationsabteilung eines Unternehmens, als er sein vermeintliches Dilemma beschrieb. Noch ein soziales Netzwerk, bei dem man dabei sein muss? Noch ein neues, ungewohntes Terrain? Wie, bitteschön, soll man es beackern?

Quelle: istockphoto.com/GiorgioMagini

Zugegeben, “Google+” ist nach wie vor ein Hype-Thema in der schillernden Web 2.0-Welt – und hat in der Tat einige attraktive Features zu bieten (inbesondere das Prinzip der Nutzerkreise und der Grad der Verknüpfung mit den jeweiligen Sites). Und gut 100 Tage nach dem Start ist es heute endlich soweit: Google+ hat sich für Unternehmen und Marken geöffnet. Klar, dass die Features weiterer erfolgreicher Google-Töchter jetzt die Fantasie anregen: Man denke nur an die Customization-Möglichkeiten der Corporate Channels auf YouTube oder die Detailtiefe eines Analysetools wie Google Analytics. Eine Kombination solcher und anderer Dienste für das neue soziale Netzwerk könnte Unternehmen in der Tat eine hoch attraktive Plattform bieten – und Facebook, das in punkto Designmöglichkeiten und Tracking recht statisch und altbacken daherkommt, ernsthaft Konkurrenz machen.

Aber gemach, gemach: Google+ ist trotz 40 Millionen Mitgliedern nach wie vor in der Testphase – und die “Google+ Pages” für Firmen sind es erst recht. Bis auf Weiteres lautet also die Devise: Durchatmen, das Blut weiter zirkulieren lassen und das Projekt nüchtern beobachten. Für Aktionismus und Torschlusspanik besteht jedenfalls kein Grund!

Oliver Chaudhuri
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Wo geht’s lang in Chinas Mediendschungel?

Die Erkenntnis, dass in China die Uhren etwas anders ticken, setzt sich auch in der Kommunikation immer mehr durch. Kommunikatoren müssen heute wissen, wie Medienarbeit in China funktioniert. Aber: Was ist für die Positionierung eines Unternehmens im chinesischen Meinungsmarkt entscheidend?

Dschungel

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Die Agentur Eastwei MSL hat sich dieser Frage in einem Whitepaper angenommen. Durchaus lesenswert!

Hinter dem etwas hochtrabenden Titel „PR and the Party – the truth about media relations in China“ verbergen sich eine gute Zusammenstellung der wichtigsten Medien in China inklusive Bedeutung/Reichweite – und einige Gedanken zur operativen Medienarbeit.

Was klar wird: Es zahlt sich aus, chinesische Journalisten neben der spezifischen „News“ auch mit Branchenwissen zu versorgen. Viele Journalisten sind jung (eher unerfahren) und  hungrig nach Informationen, die das Unternehmensthema in einen globaleren Kontext stellen. Versorgt man die Medienvertreter also beispielsweise mit Marktdaten, die nicht frei Im Internet verfügbar sind, stärkt das die langfristige Beziehung (Stichwort guanxi).

Auch wichtig: Eigene Social Media-Präsenzen in China bereitstellen. Das machen noch viel zu wenige westliche Unternehmen – eine verpasste Chance!

Und hier noch ein anderer lesenswerter Artikel zum Thema :-)

Christopher Tesch
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Katerstimmung: Facebook & Co. am Morgen danach

Ich beobachte immer wieder, dass Kommunikatoren aus Unternehmen und Agenturen das Ende des Social Media Hypes herbeisehnen. Es mangelt dem Web 2.0 an echter Interaktion zwischen “Unternehmen” und “Menschen”, an Beteiligung oder schlichtweg an Relevanz, heißt es dann.

Katerstimmung

Katerfrühstück: Was kommt nach dem Social Media Hype?

Folgender Gedanke kam mir, als an Tag 2 des Kommunikationskongresses eine Teilnehmerin ihre Aspirin mit einem Beck’s Bier herunterspülte: Mit Social Media ist es wie mit dem Alkohol.

Viele Web 2.0 Pioniere berauschen sich daran und wachen am nächsten Morgen mit einem starken Kater auf. Sie wollten zu viel, mehr als sie vertragen konnten – und bekommen dann die Quittung: Leere im Kopf, Bauchschmerzen und viele Fragezeichen, was eigentlich passiert ist.

Die Lösung kann nur lauten: “Responsible Drinking”. Ein verantwortungsvoller Umgang mit dem Alkohol und mit Social Media. Man muss nicht vollständig darauf verzichten, darf sich aber auch nicht überschätzen. Die eigenen Ressourcen und Reserven realistisch abwägen, darum geht’s.

Andreas Voß
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Wir gratulieren: Marvin Wanders mit „Fohlen.TV“ Ligaspitze!

Die beste Magisterarbeit des Jahres 2010 am Institut für Kommunikationswissenschaft der Uni Münster hat Marvin Wanders geschrieben. Der mit 500 Euro dotierte Preis wird dieses Jahr nach längerer Auszeit erstmals wieder vergeben. Das Preisgeld spendet JP│KOM.

Preisträger Wanders überzeugte die Jury des Ehemaligenvereins MedienAlumni Münster e.V. mit einer Studie zum Internet-Fernsehen „Fohlen.TV“, für die er Verantwortliche und Fans des Fußball-Bundesligisten Borussia Mönchengladbach befragte.

Gratulation an Preisträger Marvin Wanders // Quelle: MedienAlumni Münster e.V.

Seine Erkenntnisse: Fohlen.TV wird primär genutzt, um …

  1. die gewachsene Distanz zwischen Fan und Verein zu überbrücken,
  2. gezielt exklusive Informationen rund um den Lieblingsclub zu sammeln und
  3. die eigene Stimmung durch einen medialen Stimulus positiv zu beeinflussen.

 
Die Nutzungsmotive von Fan-TV grenzen sich klar von denen der TV-Rezeption ab. Ein Großteil der Fohlen.TV-User kann sich nicht vorstellen, Fußball eines Tages nur noch über das Internet zu rezipieren. Nach wie vor sehen sie in puncto Spannungserleben klare Vorteile beim Fernsehen. Ebenso wenig besteht ein Konkurrenzverhältnis zum Stadionbesuch. Die Ergebnisse der Studie konnten für einen Relaunch von Fohlen.TV genutzt werden: Funktionen und Erscheinungsbild sehen heute anders aus.

Insgesamt 17 hervorragende Einreichungen

Die ausgezeichnete Arbeit setzte sich gegen 16 andere Magisterarbeiten durch. Florian Pointke, Vorsitzender der Jury und Mitglied des MedienAlumni-Vorstands: „Jede der Arbeiten hätte den Preis verdient gehabt. Allein die Themenvielfalt der Arbeiten ist fantastisch.“ Die Absolventen beschäftigten sich beispielsweise mit der Generation Porno, Horrorfilmen, Journalisten im Demokratisierungsprozess in Liberia, Facebook, Social Media und E-Books.

Andreas Voß
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