Berichterstattung in Zeiten der Krise

Hans Memling: Das Jüngste Gericht // Quelle: Wikipedia

Hans Memling: Das Jüngste Gericht // Quelle: Wikipedia

Fast jeden Tag prasseln neue Hiobsbotschaften auf uns ein: Anfang Dezember veröffentliche die FTD ein Dossier zum Euro-Sündenfall: „Europa am Abgrund“ hieß es und skizzierte das Worst-Case-Szenario eines baldigen Endes der Gemeinschaftswährung, schaurig bebildert mit dem Triptychon „Das Jüngste Gericht“ von Hans Memling.

Sind wir von den Horrorgeschichten aus der Wirtschaft abgestumpft? Empfinden wir Finanz-, Wirtschafts-, Verschuldungs-, Eurostaatenkrise zunehmend als Paralleluniversum? Mitnichten, die Ergebnisse einer Gemeinschaftsstudie der Universität Hohenheim und der ING-DiBa AG zeigen: Den Bürgern ist klar, dass die aktuellen Probleme rund um Euro und Staatsverschuldung nicht spurlos an Deutschland vorüberziehen werden. Eine deutliche Mehrheit der Befragten glaubt, dass die Krise uns noch lange beschäftigen wird (91 %) und ihr Höhepunkt noch nicht überschritten ist (70 %). Auch die persönliche Betroffenheit des Einzelnen ist hoch. Die Krise wird keinesfalls nur als Problem der internationalen Finanzmärkte wahrgenommen.

An Problembewusstsein mangelt es also nicht – umso mehr jedoch an Vertrauen. Weder den Verantwortlichen (Bundestag, EZB, Wirtschaftsakteuren etc.) noch den Berichterstattern schenken die Deutschen ihr Vertrauen. Zwar glauben die Bürger mehrheitlich, dass dem Thema in den Medien die nötige Aufmerksamkeit geschenkt wird (64 %). Jedoch trauen sie weder den präsentierten Fakten (41 %) noch den journalistischen Kommentaren (41 %). Es gibt allerdings auch Positives: Mehr möchten die Bürger bzw. Entscheider in der Wirtschaft über den Einfluss von Unternehmen auf Politik und Gesellschaft wissen (48 % bzw. 58 %) sowie über den reziproken Einfluss auf die Wirtschaft (43 % bzw. 46 %).

Gerade in der Krise ist es für Kommunikatoren wichtig, Wirtschaftsthemen gesamtheitlich zu denken. Nicht mehr die an der BWL orientierte Einzelbetrachtung eines Unternehmens, sondern die an der VWL orientierte Analyse von wirtschaftlichen Zusammenhängen muss im redaktionellen Mittelpunkt stehen. Wirtschaft ist eben kein Biotop, das losgelöst von politischen, sozialen und gesellschaftlichen Bezügen betrachtet werden kann. Wer diese verbreiterte Medienagenda richtig nutzt, wird im Kampf um öffentliche Unterstützung erfolgreicher sein.

Jörg Dörwald
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Crowdfunding – Investieren 2.0

Crowdfunding

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Kreative haben es nicht leicht – insbesondere, wenn kaum jemand weiß, wie kreativ sie sind. Dann wird oft die Finanzierung zur unüberwindbaren Hürde, die auch genialste Ideen im Keim erstickt. Schade eigentlich.

Crowdfunding lässt Visionen Realität werden: Über Plattformen wie Startnext, pling oder mySherpas investiert die Internetgemeinde in alles, was ihr gefällt: Musik- oder Film-Produktionen, Konzerte, soziale Projekte oder Veranstaltungen – oder besser gesagt: in den guten Willen des Anbieters, diese auf die Beine zu stellen. Nur wenn das Projekt innerhalb einer bestimmten Zeit genügend Investoren findet, zahlen die digital supporter tatsächlich ihren Beitrag und das Projekt wird realisiert. Oft sind die Investoren auch gleich die ersten Kunden: Als Prämie erhalten sie handsignierte DVDs oder CDs von Newcomern, Namensnennungen im Abspann von mitfinanzierten Filmen, Eintrittskarten oder Backstage-Pässe.

Wer die Schwarmfinanzierung für seine Projekte nutzen möchte, der muss elektronisch trommeln können: Erst durch die Weiterleitung des Links über Mails, soziale Netzwerke, Twitter etc. füllt sich der virtuelle Spendentopf. Und wer´s klug anstellt, vernetzt seine Profile und sammelt auf diese Weise nicht nur Gelder, sondern gleich auch zusätzliche Fans auf Facebook, MySpace etc.

Crowdfunding kann den Markteintritt erleichtern – es gilt jedoch das Alles-oder-Nichts-Prinzip: Nur wer den Schneeball ins Rollen bringt und die benötigte Summe für sein Projekt vollständig einsammelt, bekommt diese auch ausgezahlt. Wer das nicht schafft, kriegt nichts – die logische Konsequenz, wenn es dem Projekt oder dem Anbieter an der notwendigen Überzeugungskraft fehlt.

Nur etwas für Künstler und Weltverbesserer? Von wegen: Kürzlich hat sich das erste deutsche Startup-Unternehmen über die Crowd finanziert.

Anke Bihn
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B2B-Unternehmen entdecken das Social Web

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Auf welcher Facebook-Seite eines Unternehmens haben Sie zuletzt den „Gefällt mir“-Knopf gedrückt? Wahrscheinlich verkauft dieses Unternehmen Produkte an Endverbraucher – Autos, Schokoriegel oder fair-gehandelten Kaffee!? Wir denken schnell, dass hauptsächlich B2C-Unternehmen in sozialen Medien aktiv sind. Doch B2B wacht langsam auf …

Search Engine Optimization (SEO): Gefunden werden!
Für jedes Unternehmen ist es wichtig, in den Suchmaschinen auf der ersten Seite zu stehen und über die richtigen Schlagwörter gefunden zu werden. Accounts und Beiträge auf Social Media Platformen erscheinen in Suchergebnissen ganz weit vorne. Vor allem werden in Zukunft Google+ Aktivitäten stark in die Suchergebnisse des Suchmaschinen-Imperiums von Google einbezogen.

Kundenfeedback: Den Dialog mit dem Kunden suchen
Fundiertes Kundenfeedback ist Gold Wert – natürlich auch für B2B-Unternehmen. Echter Dialog zwischen Unternehmen und Kunden steigert die Transparenz und Authentizität. Produktinnovationen entwickeln sich oft aus konkreten Kundenwünschen. Um im Social Web erfolgreich zu sein, ist eine dialogorientierte Unternehmenskultur eine Grundvoraussetzung.

B2B-Kunden sind auch Social Media interessiert
Auch Mitarbeiter im B2B-Bereich informieren sich im Internet über potentielle neue Produkte und suchen neue Geschäftskontakte. Eröffnen Sie Ihren (potentiellen) Kunden einen weiteren direkten Kanal zur Kommunikation. Finden Sie heraus, wo sich ihre Kunden im Social Web unterhalten.

Employer Branding: Der moderne Arbeitgeber
Es wird immer schwieriger, qualifizierte Fachkräfte zu finden. Für viele Bewerber ist es ein wichtiges Kriterium, ob das Ziel-Unternehmen einen modernen Internetauftritt hat und damit professionell und zukunftsbewusst umgeht. Recruiting-Kampagnen im Social Web sind derzeit angesagt – vorzugsweise über Facebook und Youtube, eben dort, wo sich Fachkräfte von morgen heute aufhalten.

Zukunftsorientiert nach vorn
Im Zuge des globalen Medienhypes von Social Media ist „mit dabei zu sein“ auch immer ein Stück Prestigearbeit: Das Unternehmen präsentiert sich modern und zukunftsfähig. Ich bin überzeugt, dass sich das Social Web – anders als “Second Life” – nicht in Luft auflösen wird. Auch wenn einzelne Anbieter vom Markt verschwinden, kommen immer neue nach auf dem Weg ins Web 3.0 und Web 4.0.

Monitoring: Wer redet wo über mich?
Auch wenn sich Ihr Unternehmen entscheidet, vorerst keine eigenen Präsenzen im Social Web aufzubauen, sollten Sie zumindest sehen, was andere über das eigene Unternehmen oder Produkte sagen. Hier ist Social Media Monitoring, auch mit Unterstützung durch ein entsprechendes Tool, absolute Pflichtaufgabe.

DELL als Best Practice Modell
Der Computerhersteller DELL, als Beispiel für ein B2B2C-Unternehmen, gilt seit Jahren als bestes Beispiel im Social Web. Bekannt ist hier die Crowdsouring-Community „Ideastorm“: DELL bietet seinen Kunden mit Ideastorm schon seit 2007 eine Plattform an, auf der sie sich über DELL-Produkte austauschen.  Zudem motiviert DELL seine Kunden, eigene Produktideen online einzureichen. Dieses Konzept ist heute auch bei anderen Unternehmen sehr erfolgreich – z. B. bei Starbucks. Womit wir wieder beim Kaffee wären.

Ansgar Harmeier
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Targobank: So geht Social Media heute ?!

Networking Nite zu Social Media im Finanzbereich

Networking Nite zu Social Media im Finanzbereich

Einige Banken bewegen sich bereits im Social Web. Vorne mit dabei: die Targobank. Pressesprecherin Tanja Janz stellte bei der Networking Nite vor, wie sie die Social Media Aktivitäten der Bank strategisch plant und operativ umsetzt.

Ziele: eine starke Marke, moderner Kundenservice und Employer Branding

Die Targobank nutzt bisher hauptsächlich Facebook und Youtube, weitere soziale Plattformen sollen folgen.

  • Einige Beispiele von erfolgreichem Kundenservice auf der eigenen Facebook-Seite zeigten schnell: Der persönliche Dialog mit den Kunden steht im Mittelpunkt – und das kommt gut an. Insbesondere dann, wenn die Bank auch auf Beschwerden schnell und transparent reagiert.
  • Viele Bewerber nutzen Facebook, um sich über die Targobank und den Bewerbungsprozess zu informieren. Im Rahmen des Employer Branding demonstriert die Targobank dem Nachwuchs unmittelbare Wertschätzung: Wir sind dort, wo auch Du aktiv bist.
  • Schließlich ist die Targobank eine sehr junge Marke. Da ist es natürlich wichtig, alle Kanäle zu bespielen und
    Tanja Janz, Pressesprecherin der Targobank

    Tanja Janz, Pressesprecherin der Targobank

    möglichst präsent zu sein, um die Markenbekanntheit und das Image zu stärken. Mit der Facebook-Community werden deshalb nicht nur Fragen zu „trockenen“ Finanzthemen diskutiert, sondern auch andere Aktivitäten eingebunden – zum Beispiel, das große Targobank Laufevent in Duisburg.

Mit über 6.900 Facebook-Fans und durchaus positivem Feedback sind Janz und ihr Social Media Team sehr erfolgreich.

Networking Nite Düsseldorf: Mitmachen!

Die Düsseldorfer Networking Nite bietet allen Interessierten und vor allem Berufseinsteigern regelmäßig die Möglichkeit, sich auszutauschen und Kontakte zu knüpfen. In der Regel beginnt der Abend mit einem Fachvortrag über ein aktuelles und spannendes Thema. Der Veranstaltungsort wechselt dabei im Raum Düsseldorf. Die Networking Nite fand diesmal bei JP│KOM statt.

Ansgar Harmeier
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Social Media Monitoring: Wie finde ich das passende Tool?

Social Media wird auch im Jahr 2012 ein Top-Thema bleiben. Die Evaluation von (PR-) Maßnahmen im Bereich Social Media ist allerdings nicht so einfach. Alle suchen nach dem perfekten Tool, das die Informationsflut strukturiert und auswertet. Eine sehr gute Übersicht über Tools für die Beobachtung und Analyse von Social Media liefert Medienbewachen.de.

In der einfachen Form eines Wikis werden hier nach und nach alle relevanten Anbieter von Social Media Monitoring Tools aufgenommen. Besonders hilfreich sind Screenshots der jeweiligen Benutzeroberflächen, um sich einen ersten Eindruck zu verschaffen, ohne eine Testversion des Tools installieren zu müssen.

Wiki für Social Media Monitoring Tools

Quelle: Medienbewachen.de

Eine rein quantitative Auswertung von Social Media Aktivitäten, wie z. B. die Anzahl der Facebook Fans oder Twitter Follower, ist schon bald zu wenig. In Zukunft geht es darum, Tools zu verwenden die beispielsweise auch die Stimmung und den genauen Inhalt eines Beitrags analysieren können. Negativ, neutral und positiv sind nur noch die Oberkategorien.

Bereits heute lässt sich Kundenfeedback auf Social Media Channels z. B. der Kategorie „leicht verärgert“ zuordnen. Die Technologie ist aber noch nicht allwissend und so braucht etwa die Analyse von ironischen Beiträgen immer noch den Menschen. Dennoch ist ein gut funktionierendes Social Media Monitoring Basis-Tool Pflicht für jedes Unternehmen – auch wenn es selbst noch gar nicht aktiv auf Facebook, Twitter, Youtube oder Google + ist.

Kunden und potentielle Kunden unterhalten sich im Social Web – auch über Ihr Unternehmen. Wir sollten Ihnen zuhören!

Ansgar Harmeier
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Die Crux mit der Strategie

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Strategie ist wichtig, klar. Jeder hat sie, jeder handelt danach. Doch schaut man etwas genauer hin, sieht die Sache schon ganz anders aus. Das ist zumindest das Ergebnis des Trendmonitors Interne Kommunikation 2011 der scm – school for communication and management in Kooperation mit der Deutschen Public Relations Gesellschaft(DPRG) und dem prmagazin.

Lars Dörfel, Geschäftsführer, präsentierte die wesentlichen Ergebnisse der Studie beim Treffen des DPRG-Arbeitskreises Interne Kommunkation im November in Berlin. Demnach gaben 56 Prozent der befragten Kommunikationsmanager an, ihren Medieneinsatz strategisch zu wählen. Doch nur 41 Prozent haben auch ein schriftliches Konzept für die interne Kommunikation. Noch weniger dürften sich bei diesem schriftlichen Konzept an den Unternehmenszielen orientiert haben. Ziele und Maßnahmen gehen also aneinander vorbei.

Noch deutlicher machte das eine Fallstudie der Autorin Ulrike Führmann. Da kommen Abteilungsleiter zu den internen Kommunikationsmanagern mit der Bitte um eine Posterkampagne für das betriebliche Vorschlagswesen. Das ist vorausgedacht und gut gemeint. Aber: Ist eine Kampagne wirklich das beste Mittel, um für Einreichungen zu werben? Nein, macht Ulrike Führmann deutlich. Am Anfang jeder Maßnahme muss eine sorgfältige Analyse stehen: Welche Voraussetzungen gibt es, und was ist das Ziel? Nur dann kann interne Kommunikation ihre volle Wirkung entfalten.

Bei allen Diskussionen um Maßnahmen von Blog bis Wiki – die ihre Berechtigung haben – lohnt sich also ein Blick auf das Wesentliche hinter der operativen Fassade. Oft verstricken sich Kommunikationsmanager im Denken in Medien. Dabei kann wirkungsvolle Kommunikation manchmal einfach sein. Nicht die Werkszeitung oder das Intranet gilt es zu füllen. Sondern es geht darum, Mitarbeiter für das Unternehmen zu gewinnen und die Botschaften des Managements zu vermitteln. Und genau dabei hilft ein strategischer Masterplan.

Eva Fuhlrott
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Jesus hat die aktivsten Facebook-Fans

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Soziale Medien haben mittlerweile in allen Teilen unseres Lebens Einzug gehalten. Das ist nicht neu. Religion hatte ich persönlich dabei allerdings noch nicht auf der Rechnung. Dennoch: Jesus hat die aktivsten Fans auf Facebook. Auf der Seite “Jesus Daily” klicken seit acht Monaten mehr Menschen den “Gefällt mir”-Button, als auf allen anderen Facebook-Seiten in den USA, so berichtet “Die Welt“. Insgesamt  steht der Zählerstand bei mittlerweile 10.408.531 Menschen, denen die Seite gefällt.

Gegründet hat die “Jesus Daily” Aaron Tabor, Sohn eines Predigers und Arzt in North Carolina.  Er postet regelmäßig symbolische Fotos und fordert die Jesus-Fans auf “Gefällt mir” zu klicken, wenn sie zum Beispiel auch der Meinung sind, dass Jesus sie liebt, ihre Sünden vergibt oder wenn sie einfach nur sagen wollen: “Jesus, ich liebe dich.” Und es funktioniert. Die Leute kommentieren, klicken “Gefällt mir” und teilen die Beiträge zu Tausenden.

Es scheint, dass besonders in den USA religiöse soziale Netzwerke einen Aufwind erfahren. “Die Welt” sprach beispielsweise mit Gary Laderman, Theologieprofessor an der Emory University in Atlanta. Er ist der Meinung, dass der Trend viel zu tun habe “mit der Begeisterung der Amerikaner für Religion und religiöse Gemeinschaften, die tief in der Geschichte und Kultur des Landes verwurzelt” sei. Selbst der Papst sieht eine große Chance in den sozialen Medien. Er hat seine eigene Facebook-Seite und twittert sogar.

Es gibt aber auch kritische Stimmen, die fragen, ob nun soziale Medien die Kirchen verdrängen könnten. Dabei sollte die Frage doch eher lauten: “Wie können wir diesen Trend zu unserem Vorteil nutzen?”

Sandra Hackurtz
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Das virtuelle Bücherregal

Ein gefülltes und gut sortiertes Bücherregal in seinem Wohnzimmer zu haben ist für viele Leseratten sehr wichtig. Es zeigt den Bekannten und Freunden, die interessiert über die Buchrücken schauen, schnell welche Interessen und Hobbies man pflegt, oder welche Romane man gerne liest.

Ich bin selbst ein großer Fan von e-Books und alle Neuanschaffungen, sei es eine Zeitung, ein Magazin, oder ein Buch bestelle ich vorzugsweise in elektronischer Version. Es muss doch eine Möglichkeit geben ein elektronisches Bücherregal zu erstellen. Gibt es! Shelfari heißt der Onlinedienst. Online-Shopping-Gigant Amazon hat diesen Anbieter übernommen und so muss ich mich zunächst mit meinem Amazon-Account anmelden. Über die umfassende Datenbank lassen sich alle gewünschten Buchtitel mit großem Cover schnell hinzufügen. Den Link zu meinem virtuellen Bücherregal kann ich jetzt mit der Welt teilen.

Shelfari: Bücherregal online mit Freunden teilen.

Quelle: Shelfari.com - Bücherregal online

Über die Kategorien „I’ve read“, „Reading now“ und „I plan to read“ sortiere ich vorhandene Bücher ein und die, die ich in Zukunft gerne noch lesen möchte. Ein Blog-Widget für mein Regal ist schnell eingerichtet und das Teilen des Links über Social Media Platformen ist integriert. Durch die Verknüpfung meines virtuellen Bücherregals mit dem von Freunden lassen Kommentare und neue persönliche Empfehlungen nicht lange auf sich warten. Eigentlich so wie früher – nur eben online.

Ansgar Harmeier
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JP│KOM HEALTHCARE und Büro Berlin: Kriegen wir das alles hin?!

JP│KOM erweitert sein Angebot und gründet den Bereich JP│KOM HEALTHCARE. Dafür wird auch noch gleich ein Büro in Berlin eröffnet, geleitet von dem Healthcare-Experten Hubert Kümper. Verliert JP│KOM sein klares Profil? Kann eine Agentur mit 32 Mitarbeitern in 6 Leistungsfeldern – Kommunikationsmanagement, JP│KOM Healthcare, Unternehmenskommunikation, Finanzkommunikation, Fachkommunikation/B2B und Mitarbeiter-/Veränderungskommunikation – Top-Leistungen erbringen?

Weltzeituhr und Alex

Oktober 2011: JP|KOM eröffnet Büro in Berlin

Keine Angst, bei JP│KOM passt weiterhin alles zusammen. Das zeigen aktuelle Erfolge im Wettbewerb mit führenden Agenturen und die Arbeit für mehrere DAX-Unternehmen und internationale Branchenführer. Vor allem aber wird alles durch eine Idee bewegt: Es geht um integrierte strategische Kommunikation, wie sie derzeit nur wenige Agenturen in Deutschland tatsächlich beherrschen. Dafür haben wir in den letzten Jahren ein Toolset entwickelt, das für alle Kommunikationsaufgaben anwendbar ist. Und die Mannschaft ist besser aufgestellt als je zuvor – wir können für jedes Projekt gruppenübergreifend das beste Spezialistenteam zusammenstellen.

Wir sind überzeugt, dass die Gesundheitskommunikation in Deutschland ein neues Angebot braucht, um die immer komplexeren Herausforderungen zu meistern. Ein Angebot, das strategische Kompetenz und fachliches Know-how verbindet. Schwierige Kommunikationsaufgaben zu lösen und damit für Unternehmen Antworten zu geben auf schwierige Herausforderungen: Das ist der genetische Code von JP│KOM. Damit erschließen wir erfolgreich neue Märkte und werden für unsere Kunden immer leistungsfähiger. Ein Partner auf Augenhöhe. Mit Kommunikation, die wirkt!  

(Hier geht es zur News-Service Sonderausgabe “Healthcare”.)

Jörg Pfannenberg
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CEOs und Kommunikation – eine Bestandsaufnahme

PR-Koryphäe James E. Grunig lehrte uns, dass Kommunikation nur dann wirklich erfolgreich betrieben werden kann, wenn sie von der Unternehmensführung als wertschöpfende Funktion verstanden wird. Die direkte Anbindung an das Top-Management und bestenfalls an den CEO sollte demnach logische Quintessenz sein. Das war vor 20 Jahren …

Heutzutage reicht die reine Anbindung nicht mehr aus. Der CEO ist mittlerweile selbst der oberste Kommunikator. Die kommunikative Agenda ist somit integraler Bestandteil der unternehmerischen Agenda geworden – zumindest wenn man Deutschlands Top-Kommunikationsverantwortliche befragt.

Conference

(Quelle: Shutterstock)

Wie aber wird Kommunikation aus der Sicht von Vorstandsvorsitzenden wahrgenommen? Die Personalberatungsgesellschaft Egon Zehnder International und die Universität St. Gallen sind dieser Frage mit der Studie „Kommunikation aus Sicht von Vorstandsvorsitzenden: eine unterschätzte Herausforderung?“ erstmals nachgegangen. Elf CEOs aus den 40 größten Unternehmen Deutschlands beteiligten sich an der Studie. Die Ergebnisse sind durchaus interessant:

  • Vorstandsvorsitzende messen der Kommunikation große Bedeutung bei: Sie ist Teil der Strategie, wichtige Managementdisziplin und Kernelement der Unternehmensführung geworden.
  • Bis zu 50 Prozent ihrer Zeit verbringen CEOs mittlerweile mit Kommunikationsaufgaben, deren Anforderungen sie als überraschend hoch erleben – nicht nur zeitlich, sondern auch hinsichtlich der Komplexität der Themen und des Interesses an ihrer Person.
  • Die Unternehmenslenker fühlen sich nicht systematisch und ausreichend genug vorbereitet, um diesen gestiegenen Kommunikationsanforderungen gerecht zu werden. Sie wünschen sich Entlastung durch ihren Kommunikationschef.
  • Neben einem engen Vertrauensverhältnis stellen Vorstandsvorsitzende hohe Anforderungen an die strategische Kompetenz und das generelle Geschäftsverständnis ihres Kommunikationsverantwortlichen bzw. „Alter Egos“.
  • Vorstandsvorsitzende befürchten, dass sich die Unternehmensführung zu einer reinen ad-hoc Kommunikationsaufgabe wandeln könnte. Ein gestiegenes Kommunikationstempo und hohe Transparenz-Anforderungen an Unternehmen durch die mediale Öffentlichkeit schüren Erwartungshaltung. Davor gelte es, mit Hilfe ihres Kommunikationschefs, zu schützen.
  • Dennoch wollen sich CEOs persönlich am gesellschaftlichen Dialog beteiligen – vorzugsweise zu Themen, die für das jeweils eigene Unternehmen relevant sind.

Peter B. Záboji, ehemaliger CEO des französischen Telekommunikationsdienstleisters Tenovis und Professor für Entrepreneurship an der INSEAD, spricht aus eigener Erfahrung: „Wenn wir fordern, dass Mitarbeiter in einem modernen Unternehmen eigenverantwortlich ihren Beitrag für das Ganze leisten, dann ist die Kommunikation des Ganzen die eigentliche Aufgabe des Top-Managements.“ Dieser „Gruß aus Frankreich“ scheint bei dem Großteil der deutschen Top-Entscheider mittlerweile angekommen zu sein.

Die gesamte Studie finden Sie hier.

Tim Thomas
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